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Indien
von Josef
Hader und Alfred Dorfer
Schon zu Beginn der Dienstreise werden gravierenden Unterschiede der beiden Charaktere erkennbar. Bösel trinkt pausenlos Bier, redet nur das Nötigste und macht einen ruhigen, behäbigen Eindruck, gelegentlich bricht aber seine rohe Natur hervor. Fellner hingegen kehrt seine intellektuelle Seite heraus und quält Bösel mit Fragen aus dem Spiel „Trivial Pursuit“. Ein Streit und ein anschließendes Besäufnis bringen die beiden Kontrahenten einander näher, und sie schütten sich gegenseitig ihr Herz über gescheiterte Ehen und betrügerische Freundinnen aus. Über die Entdeckung der eigenen Schwächen und Besonderheiten entwickelt sich langsam eine innige Freundschaft zwischen den beiden Inspektoren. Eines Nachts kommt es zu einem Zwischenfall: Fellner bekommt starke Schmerzen im Unterleib. Die Dienstreise wird abgebrochen und Fellner landet mit der Diagnose Hodenkrebs im Krankenhaus. Wird Fellner überleben? Wird die Freundschaft halten? Gibt es eine Wiedergeburt? Und was machen die Inder...? Denn die
gemeinsame Reise führt sie nicht nur von Wirtshaus zu Wirtshaus,
vom Schnitzel
zum Kartoffelsalat, sondern auch ins Krankenhaus. Egozentrische
Sticheleien und
derbe Sprüche wechseln zu tiefer Männerfreundschaft.
Hader und Dorfer schrieben
das Theaterstück 1991 und sich die Rollen auf den Leib. Den Wiener
Dialekt
übertrug die Regisseurin Heidi Pönicke ins Hochdeutsche.
"Gemeinsam auf der letzten Reise", pdf (Kieler Nachrichten, 29.11.2010) ![]() ![]() ![]() |
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